Sulz AG

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AG ist das Kürzel für den Kanton Aargau in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Sulz zu vermeiden.

Sulz (schweizerdeutsch: sʊlts) ist eine ehemalige Einwohnergemeinde im Bezirk Laufenburg des Schweizer Kantons Aargau. Sie liegt am Hochrhein an der Grenze zu Deutschland, im Nordosten der Region Fricktal. Seit dem . Januar 00 ist sie Teil der Gemeinde Laufenburg.

Geographie

Die Gemeinde umfasste das über fünf Kilometer lange Tal des Sulzerbachs. Dieses enge, von Norden nach Süden verlaufende Tal befindet sich inmitten des Tafeljuras und ist auf beiden Seiten von Hügeln umgeben, die im unteren Bereich jeweils steil aufragen und dann in eine flache Hochebene übergehen. Im Westen wird das Tal durch die Ebni und den Schinberg begrenzt, im Osten durch den Gugeli und den Chreisacher . Den südlichen Abschluss bildet die March

Überall dort, wo sich das Tal ein wenig ausweitet, finden sich Dörfer und Weiler. Ganz im Norden, an der Mündung des Sulzerbachs in den Rhein, liegt Rheinsulz es folgen in Richtung Süden Leidikon Roos, Bütz , Mittelsulz und Obersulz . Kurz hinter Obersulz biegt das Tal in Richtung Südosten ab. Sulzerberg liegt auf einer Anhöhe westlich von Mittelsulz, der grössten Ortschaft des Tals.

Nachbargemeinden waren Etzgen und Oberhofen im Nordosten, Gansingen im Osten, Mönthal im Südosten, Elfingen im Süden, Hornussen und Ittenthal im Südwesten, Kaisten im Westen und Laufenburg im Nordwesten. Sulz grenzte im Norden an die deutsche Gemeinde Laufenburg (Baden).

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung von Sulze erfolgte im Jahr 60. Der Name ist vom althochdeutschen ze Sulzu abgeleitet und bedeutet «beim Salzloch». Das Sulztal gehörte zum ältesten Besitz des adligen Damenstifts Säckingen und war ein Dinghof des Klosters. Rheinsulz hingegen war Teil des Dinghofes Mettau. Das Kloster stellte sich unter den Schutz der Habsburger. Ab war die Gegend um Laufenburg im Besitz der jüngeren Linie Habsburg-Laufenburg, fiel dann jedoch 86 an die ältere Linie zurück. Die Habsburger verpfändeten nach dem Waldshuterkrieg von das gesamte Fricktal an Burgund. Als die Burgunder von den Eidgenossen während der Burgunderkriege vernichtend geschlagen worden waren, kam das Sulztal  wieder unter österreichische Herrschaft.

Nach der Reichsreform des österreichischen Kaisers Maximilian I. im Jahr 49 gehörte das Sulztal zu Vorderösterreich und war Teil der Kameralherrschaft Laufenburg (im Oberamt Breisgau). Im 7. Jahrhundert gab es kaum längere Friedenszeiten. Der Dreissigjährige Krieg, der auch das Fricktal erfasste, warf das Dorf in seiner wirtschaftlichen Entwicklung zurück. Auch während des Pfälzischen Erbfolgekriegs (688–697) zogen fremde Truppen durch die Region.

797 war das Fricktal nach dem Frieden von Campo Formio ein französisches Protektorat geworden. Während des Zweiten Koalitionskriegs verlief hier die Frontlinie zwischen den Armeen Frankreichs und Österreichs. Sulz eine Gemeinde im Bezirk Laufenburg des Kantons Fricktal, der sich im August der Helvetischen Republik anschloss; damit war Sulz schweizerisch geworden. Sulz gehört zum Kanton Aargau. Damals erfolgte auch die Vereinigung von Rheinsulz mit den übrigen Dörfern des Tals zu einer einzigen Gemeinde.

Sulz war eine arme Gemeinde, weshalb viele Einwohner ihre Heimat verliessen. 6 Personen nach Nordamerika aus, was zehn Prozent der damaligen Bevölkerung entsprach. In Rheinsulz wurde ein Bahnhof an der Bahnstrecke Koblenz–Stein-Säckingen eröffnet, was die Ansiedlung kleinerer Industriebetrieb nach sich zog. Dennoch blieb Sulz überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Die Einwohnerzahl stagnierte jahrzehntelang und nimmt erst seit Beginn der 990er Jahre wieder leicht zu.

Sulz fusioniert mit der Gemeinde Laufenburg. Der entsprechende Beschluss der Gemeindeversammlung wurde am 0. November 008 an der Urne bestätigt, die Entscheidung fiel mit 58 % Ja-Stimmen eher knapp aus.

Wappen

Die Blasonierung des ehemaligen Gemeinde- und heutigen Talwappens lautet: «In Rot schwarzer, mit weissem S und weissen Reifen belegter Salzbottich, beseitet von zwei sechsstrahligen weissen Sternen.» Um 90 kaufte die Gemeinde von einem dubiosen Wappenforscher eine in heraldischer Hinsicht ungenügende Wappenzeichnung. Es zeigte auf einem Rot und Gelb gespaltenen Schild einen Salzsack auf der Teilungslinie, beseitet von zwei freischwebenden Tannen. Auf Anraten der kantonalen Wappenkommission führte der Gemeinderat das heute noch verwendete Motiv ein. Der Salzbottich weist darauf hin, dass im Ortsteil Bütz früher Salz gewonnen wurde.4

Wirtschaft

Weine der Familie Thürlemann im Rebberg Germatt in Sulz

In Sulz gibt es gemäss Betriebszählung rund 50 Arbeitsplätze, davon 4 % in der Landwirtschaft, 0 % in der Industrie und 9 % im Dienstleistungssektor. Vorherrschend sind Unternehmen im Bereich Metall- und Holzverarbeitung sowie kleinere Dienstleistungsbetriebe. Das bedeutendste Unternehmen ist die Balteschwiler AG, die zu den grössten Holzhandelsbetrieben der Schweiz gehört und aus einer 79 von Blasius Balteschwiler gegründeten Sägerei hervorging. Die meisten Erwerbstätigen sind Wegpendler und arbeiten auswärts.

Sulz ist auch eine Rebbaugemeinde. Der Weinbau erlebte eine Renaissance, als in der Germatt, in Südostlage zwischen Mittelsulz und Gansingen (Galten), ein Rebberg angebaut wurde. Heute umfasst dieser Rebberg , Hektaren mit Blauburgunder und Riesling × Sylvaner. Die gesamte Sulzer Rebfläche beträgt heute 4,6 Hektaren. Neben alten Sulzer Sagen zeugen die ehemaligen Dorftrotten vom früheren Rebbau in Sulz.

 

Verkehr

Die Ortschaft Rheinsulz liegt direkt an der wichtigen Hauptstrasse 7 zwischen Basel und Winterthur. Dort zweigt eine Nebenstrasse ab, welche die einzelnen Dörfer des Tals miteinander verbindet und über die Ampferenhöhe nach Mönthal führt. Eine Postautolinie verbindet das Sulzertal mit Laufenburg. Die Bahnlinie Laufenburg–Koblenz, die den Bahnhof in Rheinsulz bediente, wurde am 8. Mai 994 für den Personenverkehr stillgelegt, als Ersatz gibt es seither eine Postautolinie. Die Strecke wird teilweise noch für den Güterverkehr genutzt.

Bildung

Das Sulzertal verfügt über einen Kindergarten und ein Schulhaus, in dem die Primarschule unterrichtet wird. Die Realschule, die Sekundarschule und die Bezirksschule können im Schulzentrum Blauen in Laufenburg besucht werden. Die nächstgelegene Kantonsschule (Gymnasium) befindet sich in Aarau; aufgrund einer interkantonalen Vereinbarung können Jugendliche aus Teilen des Fricktals das Gymnasium in Muttenz (Kanton Basel-Landschaft) absolvieren.

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